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MTA-Schule Marburg
Fachrichtung Laboratoriumsdiagnostik
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Was ist MTLA?
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Medizinisch Technische Assistenz in der Fachrichtung
Laboratorium, kurz MTLA, ist ein Beruf im Gesundheitswesen, dem
der Gesetzgeber verantwortungsvolle Aufgaben zur selbständigen
Durchführung auf ärztliche Veranlassung übertragen
hat. Er war ursprünglich ein reiner Frauenberuf und wird
auch heute noch überwiegend von Frauen ausgeübt. Deshalb
wird in dieser kurzen Informationsschrift über die MTLA geschrieben.
Selbstverständlich gilt alles auch für Männer,
die sich zunehmend in der Ausbildung und im Beruf finden.
Die Ausbildung erfolgt an staatlichen oder staatlich
zugelassenen Lehranstalten und dauert drei Jahre. Sie wird durch
eine staatliche Prüfung abgeschlossen, die in den Räumen
und mit den Lehrkräften der Lehranstalt durchgeführt
wird. Nach bestandener Prüfung wird eine staatliche Approbation
(Berufszulassung) erteilt. Sie erlaubt die Führung der Berufsbezeichnung
"Medizinisch technische Laboratoriumsassistentin" oder
"Medizinisch technischer Laboratoriumsassistent". Die
MTLA darf dann Tätigkeiten selbständig (auch in einem
eigenen Labor) ausführen, die nur ihr und wenigen anderen
autorisierten Berufen vorbehalten sind.
Die Ausbildung hat vier fachliche Schwerpunkte, die
auch der Spezialisierung im späteren Beruf entsprechen:
Sie sollen mit Blick
auf einen Arbeitsplatz kurz vorgestellt werden.
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Klinische Chemie
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In der klinischen Chemie werden Körperflüssigkeiten oder Ausscheidungen, wie z.B. Blut und Urin, mit chemischen Methoden untersucht. Manche Analysen, wie der Nachweis von Zucker im Urin, sind mit Teststreifen durchführbar. In der Regel sind aber sorgfältige Handarbeit, Wissen und Können erforderlich, um qualifizierte Untersuchungsergebnisse zu erhalten.
Automatisierung entlastet die MTLA von Monotonie bei der Bewältigung
eines großen Probenaufkommens. Die MTLA beschickt dann die
teilweise komplizierten Apparaturen und kontrolliert sie auf einwandfreie
Funktion.
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Hämatologie
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Die Erkennung und Zählung der verschiedenen Blutzellen, die Prüfung Ihrer Funktion, die Bestimmung von Blutgruppen, die Untersuchung des Gerinnungssystems und immunologischer Reaktionen des Blutes sind wichtige Aufgaben der Hämatologie, der Blutkunde.
Auch vor diesem Fachgebiet hat die Automatisierung nicht Halt
gemacht. Die qualifizierte Arbeit der MTLA hat in diesem Fach
aber einen besonders großen Stellenwert.
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Mikrobiologie
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Hier untersucht die MTLA Probenmaterial auf krankmachende Bakterien.
Sie wurden auf speziellen Nährböden angezüchtet und identifiziert. In der Mikrobiologie als weitgespanntem Fachgebiet geht es auch um den Nachweis von Viren, von Parasiten und Pilzen.
Mikrobiologische Erkrankungen können aber auch durch Messung
der Konzentration von Antikörpern im Serum der Kranken oder
durch Nachweis des genetischen Materials der Krankheitserreger
in den Proben untersucht werden.
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Histologie / Zytologie
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In der Histologie werden Gewebeproben untersucht, die häufig bei Operationen entnommen worden waren. Sie werden fixiert und eingebettet. Die MTLA kann dann mit dem Mikrotom (links im Bild) hauchdünne Schnitte herstellen. Nach speziellen Färbungen prüft sie die Schnitte unter dem Mikroskop auf ihre Verwendbarkeit zur Erkennung von Krankheiten. Solche Arbeiten werden meistens in der Pathologie, häufig zur Tumordiagnostik, durchgeführt.
Die Verarbeitung von Ausstrichen mit Zellmaterial zur Zytodiagnostik
spielt eine Schlüsselrolle in der Früherkennung bösartiger
Tumore. Weitere Methoden sind die Elektronenmikroskopie und die
Immunhistologie.
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Der Ausbildungsgang
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Die Ausbildung führt im ersten Halbjahr in Grundlagenfächer
wie Biologie, Chemie, Physik, Berufskunde, Hygiene, Mathematik
und EDV ein. Erste Praktika in den Schwerpunkten der Ausbildung
Klinische Chemie, Hämatologie, Mikrobiologie und Histologie
schaffen die Grundlage für den fortgeschrittenen Unterricht,
der vor allem aus theoretischen Vorlesungen und praktischen Übungen
dieser Fachgebiete besteht. Die Grundlagen werden durch Vorlesungen
in Anatomie, Physiologie, Psychologie, Krankheitslehre und Fachenglisch
verbreitert.
Eingebettet in diese Ausbildung ist ein Kurs in Erster
Hilfe sowie über die Grundlagen der Krankenpflege und ein
ganztägiges Praktikum in der Krankenpflege von insgesamt
sechs Wochen, wovon vier Wochen auch in auswärtigen Krankenhäusern
absolviert werden können.
Den Abschluß vor dem Examen bildet eine ganztägige
praktische Ausbildung an Arbeitsplätzen in Laboratorien des
Klinikums und von Universitätsinstituten. In 26 Wochen findet
eine Rotation durch die vier Fachgebiete statt.
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